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Buchtipps: Ulrike Herberg, Bargteheider Buchhandlung

Ulrike Herberg ist Inhaberin der Bargteheider Buchhandlung. Das Buchgeschäft ist mehrfach mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet worden und hat 2024 sein 25-jähriges Bestehen gefeiert.

Ulrike Herberg mit Brille und brauner Jacke vor einem Bücherregal in ihrer Buchhandlung
Buchcover „Rote Linien – Wie das Bundesverfassungsgericht die Demokratie schützt“ von Susanne Baer, Verlag Herder

Für den Schreibtisch

In „Rote Linien – Wie das Bundesverfassungsgericht die Demokratie schützt“ gibt die Rechtswissenschaftlerin und ehemalige Verfassungsrichterin Susanne Baer einen fundierten Einblick in das Innenleben der höchsten deutschen Gerichtsinstanz.

Nach zwölf Jahren im Amt öffnet Susanne Baer die Türen zum oft als unnahbar wahrgenommenen „Maschinenraum“ in Karlsruhe. Sie vermittelt großzügig, präzise und einnehmend sympathisch diese komplexe Materie. Anschaulich beschreibt sie den Weg von der Akte bis zum Urteil: wie Anträge geprüft, Argumente geschärft und Grundrechte im richterlichen Alltagsgeschäft ausgelegt werden. Anhand aktueller gesellschaftlicher Streitthemen – von Klimaschutz über Migration bis hin zur Meinungsfreiheit – verdeutlicht Baer, wie essenziell rote Linien für ein funktionierendes, gewaltenteiliges System sind und das Gericht als Schutzschild der Verfassung agiert.

Susanne Baer gelingt es in ihrem Buch, die oft im Verborgenen liegende, „stille“ Arbeit der Richterinnen und Richter darzustellen. Der Deutschlandfunk (gemeinsam mit Zeit und ZDF) wählte das Buch zum besten Sachbuch des Monats und betonte, wie wertvoll Baers reflektierte Wertschätzung für die Institution gerade in Zeiten ist, in denen demokratische Strukturen zunehmend unter Druck geraten.

Susanne Baer: Rote Linien. Wie das Bundesverfassungsgericht die Demokratie schützt, Verlag Herder 2025, 22 Euro.

Für das Sofa

„Ein unglücklicher Tod“ ist der Auftaktkrimi um den Ermittler Detective Sergeant D.C. Smith des britischen Autors Peter Grainger und gerade Ende Juli im Diogenes Verlag erschienen.

Ein junger Mann ertrinkt im beschaulichen King’s Lynn an der Küste von Norfolk. Was die örtliche Polizei schnell als tragischen Unfall abtut, weckt das Misstrauen des Dienstältesten DC Smith. Der distanzierte, feinsinnige und erfahrene Ermittler spürt, dass die Rekonstruktion des Falls Lücken aufweist. Ohne große Gesten, aber mit psychologischer Feinfühligkeit deckt er Schritt für Schritt ein Netz aus Verstrickungen auf.

Der Autor Peter Grainger, geboren 1954, heißt eigentlich Robert Patridge und war dreißig Jahre lang Lehrer für Englisch und Literatur, bevor er seinen ersten Roman schrieb. Mit der Serie um den Ermittler DC Smith hatte er als Self-Publisher großen Erfolg, der das Interesse von Verlagen weltweit weckte und so auch von Diogenes zu den deutschen Lesern gelangte.

Es ist ein Kriminalroman für Leserinnen und Leser, die den feinen britischen Humor und entschleunigtes Erzähltempo mögen, klassische britische Ermittlungsarbeit und einen unaufgeregten Detective, der die Arbeit des Teams durch kluge Beobachtung statt durch lautstarke Ansagen steuert.

Peter Grainger: Ein unglücklicher Tod. Ein Fall für DC Smith. Diogenes Verlag 2026, 18 Euro.

Buchcover „Ein unglücklicher Tod – Ein Fall für DC Smith“ von Peter Grainger, Diogenes
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Wirtschaft im Hansebelt – Das Magazin der IHK zu Lübeck

Ausgabe Oktober / November 2026

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